Cornelius schläft jede Nacht an einem anderen Ort. Heute wacht er in der Ecke eines Raumes auf. Vielleicht ist es ein Klassenzimmer. Er ist auf der Durchreise. Er ist immer auf der Durchreise. Er streicht durch die Lande, denn er hat kein Zuhause aus Stein oder Holz oder Beton oder Eis. Sein Zuhause sind das Unterwegssein und die Menschen, denen er begegnet. Er besitzt nichts, außer einem abgebrannten Kinderwagen. Das war nicht immer so. Jetzt verwahrt er in dem Kinderwagen seine wenigen Habseligkeiten und eine Geschichte. Diese Geschichte erzählt er allen, die sie hören wollen. Es ist eine Geschichte über Glück und darüber, was man braucht, um glücklich zu sein. Über Besitz und Verlust. Über Schulden und Schuld. Über Bauern und Banken. Über Ausweglosigkeit und den Mut zum Neuanfang.

Wenn er die Geschichte erzählt hat, macht er sich wieder auf den Weg. Morgen wacht Cornelius in einem anderen Raum auf. Vielleicht ist es ein Theater.

Spiel Roland Schumacher
Autoren Jakob Mendel und Gitte Kath
Bühnenbild Céline Leuchter
Regieassistenz Matthias Weiland
Produkionsassistenz Line Lerho
Deutsche Übersetzung Volker Quandt 
Rechte Harlekin Verlag 
Regie Kurt Pothen

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